Mittwoch, 15 Juli 2020

Corona-Virus

Notbetreuung während der Schließungen aufgrund von Corona

  • Veröffentlicht: Montag, 16. März 2020 13:13

  - Elterninfo als PDF anzeigen -

 

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Eltern,

 

um die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen, ergreift die Landes- regierung derzeit eine Vielzahl von Maßnahmen. Dazu gehört auch die

Schließung aller Schulen und Kindertagesseinrichtungen ab Dienstag, 17. März 2020, bis zum Ende der Osterferien.

Sie alle stehen nun vor der großen Herausforderung, kurzfristig die Betreuung Ihrer Kinder zu organisieren.

Wie Sie der Weisung des Thüringer Gesundheitsministeriums zur Schließung von Schulen und Kindertagesseinrichtungen entnehmen können, findet eine Notbetreuung in kleinen Gruppen für Kinder statt, deren Eltern in sog. kritischen Infrastrukturen tätig sind. Wir möchten Ihnen in diesem Schreiben erläutern, welche Kinder berechtigt sind, an der Notbetreuung teilzunehmen.

Unsere Vorgaben folgen der Überzeugung, dass Kontaktvermeidung derzeit das oberste Gebot ist. Denn nur so können wir die Ausbreitung des Corona- Virus spürbar verlangsamen. Deshalb greift die Notbetreuung nur für eng umgrenzte Ausnahmefälle. Wir können nur solche Betriebe und Behörden entlasten, die auf einen möglichst vollständigen Personalbestand angewiesen sind, um die aktuelle Situation zu bewältigen. Bei allen übrigen Betrieben und Behörden gehen wir davon aus, dass sie auch bei reduziertem Personalbestand grundsätzlich arbeitsfähig bleiben. Auch wenn diese Vorgehensweise für viele von Ihnen eine Belastung bedeutet, liegt es doch im gemeinsamen Interesse, alles zu tun, um die Verbreitung des Virus zu verlangsamen.

Wir haben daher folgende Regelungen getroffen:

 

A. Von der Notbetreuung erfasste Kinder

  1. Es werden nur Kinder aufgenommen, deren beide Eltern (oder allein erziehungsberechtigter Elternteil) in folgenden Bereichen beschäftigt sind:

    • im Gesundheitswesen (Arztpraxen, Krankenhäuser, Testlabore, Krankentransporte, Apotheken, Gesundheitsämter und ähnliche);

    • im Pflegebereich (Alten- oder Pflegeheime, ambulante Pflegedienste, Betreuung von Menschen mit Behinderungen und ähnliche);

    • in der Herstellung von medizinischen oder pflegerischen Produkten;

    • in Behörden, die für die öffentliche Sicherheit und Ordnung zuständig sind (Polizei, Feuerwehr und ähnliche);

    • im Bereich des Katastrophenschutzes (Technisches Hilfswerk und ähnliche);

    • Im Einzelfall können die Schulen und Kindertageseinrichtungen auch Kinder aufgenommen werden, deren Eltern nicht in den ausdrücklich genannten Bereichen tätig sind, sondern in Bereichen von vergleichbarer Bedeutung für die medizinische Versorgung oder die öffentliche Sicherheit und Ordnung.
      Ausnahmen sind im Einzelfall auch möglich für Bereiche von zentraler Bedeutung für die Versorgung der Bevölkerung mit notwendigen Gütern oder Diensten. Über diese Einzelfälle entscheidet die Leitung der Schule oder Kindertageseinrichtung.

  2. Es werden Krippen-, Kindergarten- und Schulkinder bis zur Jahrgangsstufe 6 betreut. Ältere Kinder können an der Notbetreuung nicht teilnehmen. Ausnahmen von der Altersgrenze sind im Einzelfall möglich, wenn ältere Kinder wegen einer Behinderung der Betreuung bedürfen.

  3. Es werden nur Kinder betreut, bei denen beide Elternteile oder der allein erziehungsberechtigte Elternteil in einer sog. kritischen Infrastruktur arbeiten. Erfüllt nur ein Elternteil diese Voraussetzungen, kann das Kind nicht an der Notbetreuung teilnehmen.

  4. Kinder werden nur betreut, wenn die Eltern glaubhaft erklären, dass eine anderweitige Betreuung nicht möglich ist.

  5. Das Betretensverbot für bestimmte Personen gilt fort. Soweit nicht strengere Verfügungen gelten, dürfen folgende Kinder die Schulen und Kindertageseinrichtungen auch im Rahmen der Notbetreuung nicht betreten:

    • mit dem Corona-Virus Infizierte,

    • Personen mit direktem Kontakt zu an COVID-19 Erkrankten oder mit Corona Infizierten in den ersten 14 Tagen nach dem Kontakt,

    • Reiserückkehrer aus Risikogebieten nach RKI in den ersten 14 Tagen nach der Rückkehr,

    • Personen mit allgemeinen Erkältungssymptomen, solange die Symptome andauern.

      Die Entscheidung über die Aufnahme eines Kindes trifft die Leitung der Schule oder Kindertageseinrichtung in Anwendung dieser Kriterien.
      Bitte akzeptieren Sie diese Entscheidung.

Erläuterungen zu Ziff. 5: Betretensverbote gelten gleichermaßen für Kinder, Erziehungsberechtigte, Lehrerinnen und Lehrer, Fachkräfte und sonstiges Personal.

  1. Positiv auf das Corona-Virus getestete Personen dürfen eine Kindertageseinrichtung oder Schule nicht betreten. Sie müssen umgehend isoliert und gegebenenfalls auch im Krankenhaus behandelt werden. Sie unterliegen der Zuständigkeit der Gesundheitsämter.

  2. Personen, die (unabhängig von einer Reise) direkten Kontakt (mindestens 15 Minuten Gespräch/Spiel mit Blickkontakt über kurze Distanz) zu einer Person hatten, bei der das Corona-Virus nachgewiesen wurde, dürfen eine Kindertageseinrichtung oder Schule innerhalb von 14 Tagen nach dem Kontakt nicht betreten. Diese Personen wenden sich bitte unverzüglich und unabhängig von Symptomen an ihr zuständiges Gesundheitsamt.

  3. Personen, die aus Risikogebieten zurückkehren, dürfen eine Kindertageseinrichtung oder Schule innerhalb von 14 Tagen nach der Rückkehr nicht betreten. Die Bestimmung der Risikogebiete erfolgt durch das Robert-Koch-Institut und kann sich täglich ändern. Überprüfen Sie bitte ständig und in eigener Verantwortung, welche Gebiete in die Liste der Risikogebiete neu aufgenommen werden.
    Das Betretensverbot gilt auch für Personen, die innerhalb der letzten 14 Tage aus einem neu aufgenommenen Risikogebiet zurückgekehrt sind, und greift auch dann, wenn diese Personen die Schule oder Kindertageseinrichtung seit der Rückkehr bereits betreten hat. Eine Übersicht über die jeweils aktuell ausgewiesenen Risikogebiete finden Sie auf der Homepage des RKI unter: www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete.htm
    Treten innerhalb dieser 14 Tage akute Atemwegs-Symptome auf, sollen Rückkehrer aus Risikogebieten nach telefonischer Voranmeldung mit Hinweis auf die Reise einen Arzt aufsuchen. Das weitere Vorgehen wird dieser ggf. mit dem Gesundheitsamt abstimmen.

  4. Personen, die an allgemeinen Erkältungssymptomen leiden (Schnupfen, Husten etc.), dürfen eine Kindertageseinrichtung oder Schule nicht betreten, solange die Symptomatik anhält. Eine ärztliche Gesundschreibung ist nicht erforderlich.

 

B. Durchführung der Notbetreuung


Die Notbetreuung erfolgt dezentral in der jeweiligen Schule oder Betreuungseinrichtung durch deren reguläre Beschäftigte.

Die Kinder werden in Gruppen betreut, deren Größe 15 Kinder nicht überschreiten darf. Die bisherigen Klassenverbände/Gruppen (einschließlich Lehr- oder Betreuungspersonal) bleiben soweit wie möglich erhalten.

Die Notbetreuung umfasst die üblichen Betreuungszeiten

 

C. Weitere Hinweise

Wir weisen darauf hin, dass das Thüringer Gesundheitsministerium dringend davon abrät, in Betrieben, Behörden oder im privaten Kreis neue Betreuungsangebote für Kinder von Beschäftigten einzurichten. Dies widerspräche dem Gebot der Kontaktvermeidung und würde das Ziel der Schulschließung in sein Gegenteil verkehren. Denn dann kämen Kinder und Betreuende zusammen, die bisher keinen Kontakt zueinander hatten. Bitte verzichten Sie daher darauf, Ihre Kinder in neu zusammengestellten Gruppen betreuen zu lassen.

Wir möchten Sie auch darauf aufmerksam machen, dass eine Infektion mit dem Corona-Virus grade für ältere Menschen besonders gefährlich ist. Deshalb sollte ein Kontakt mit dieser Personengruppe derzeit möglichst vermieden werden. Es ist also in der Regel nicht empfehlenswert, die Kinder von den Großeltern betreuen zu lassen.

Zu allen Kostenaspekten der Corona-Ausbreitung bereiten Landes- wie Bundesregierung derzeit großzügige Lösungen vor. Dies gilt etwa für die Kosten ausgefallener Schulveranstaltungen und die Gebühren in den kommenden drei Wochen. Auch für Lohnansprüche bei Fehlzeiten wegen Kinderbetreuung arbeitet die Bundesregierung an einer Lösung. Wir bitten insoweit um Ihre Geduld und hoffen auf Ihr Verständnis, dass wir uns derzeit vorrangig mit den Schritten zur Eindämmung der Infektion befassen.

Die Internetseite des Ministeriums informiert Sie über alles Weitere:

https://bildung.thueringen.de/ministerium/coronavirus

Ihnen steht auch eine Hotline (0361 57 - 34 11 500) zur Verfügung.

 

Mit freundlichen Grüßen

Helmut Holter

 

Thüringer Ministerium


für Bildung, Jugend und Sport 

Werner-Seelenbinder-Str. 7

99096 Erfurt

www.tmbjs.de

Elterninformation für die schulfreie Zeit vom 17.03.2020 bis 03.04.2020

  • Veröffentlicht: Montag, 16. März 2020 09:02

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1. Die Schüler erhalten Arbeitsaufträge

  •  Die Arbeitsaufträge werden am Montag, dem 16.03.2020 an die anwesenden Schüler verteilt.

  •  Abwesende Schüler kontaktieren bitte den Klassenleiter per E-Mail und erhalten dann die Aufgaben und die Informationsschreiben per E-Mail zugeschickt oder beschaffen sich die Aufgaben über Klassenkameraden.

    Das Elterninformationsschreiben wird über einen Schüler (Klassensprecher oder stellvertr. Klassensprecher) vertrauensvoll über soziale Netzwerke an die fehlenden Klassenkameraden verteilt. Das Schreiben wird zudem auf der Homepage veröffentlicht. Die dienstlichen E-Mails werden ebenfalls auf der Homepage veröffentlicht.

2. Kontaktaufnahme bei Rückfragen

Die Schüler und Eltern können Klassenlehrer oder Fachlehrer per E-Mail kontaktieren und ggf. einen Gesprächstermin vereinbaren. Es wird ausdrücklich darum gebeten, nur die dienstlichen Kontakte der Schule und der Lehrer zu nutzen!

 

3. Erreichbarkeit der Schule

Die Schule ist täglich während der normalen Schulzeiten besetzt. Eine Kontaktaufnahme kann über das Sekretariat oder per E-Mail erfolgen. Die Schulleitung ist immer vertreten.

 

4. Notbesetzung/Unterricht

Da der Schulbetrieb offiziell für den o.g. Zeitraum eingestellt werden muss, findet kein regulärer Unterricht statt. Die anwesenden Lehrkräfte sind nur für Aufsichten eingesetzt, falls Eltern keine Möglichkeit der Betreuung ihrer Kinder haben (siehe Schreiben des Ministeriums auf der Homepage). Dies bezieht sich nur auf Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 5 und 6. Es handelt sich dabei um eine Notbesetzung, da ein Zusammenkommen größerer Menschengruppen für einen längeren Zeitraum vermieden werden soll.

 

5. Informationsfluss

Alle wichtigen Informationen werden auf den Seiten des Vertretungsplanes eingestellt oder sind direkt auf der ersten Seite der Homepage ersichtlich.

Ich bitte ausdrücklich um einen verantwortungsvollen Umgang mit allen Informationen, die an Sie weitergegeben werden. Sollten Hinweise oder Informationen unverständlich sein, wenden Sie sich bitte an die Schule, den Klassenleiter, den Fachlehrer oder die Schulleitung. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass der Informationsaustausch über die sozialen Netzwerke zu sehr vielen Missverständnissen und zur Verbreitung von Unwahrheiten geführt hat, die dem Ansehen der Schule durchaus geschadet haben. Ich bitte daher auf diese Art der Kommunikation – vor allem zum Schutze Ihrer Kinder - weitestgehend zu verzichten und bedanke mich für Ihr Verständnis.

 

6. Studienfahrt nach London

Die geplante Studienfahrt der Klassenstufe 8 nach London wurde auf November 2020 verschoben. Weitere Details werden später an alle Schüler und Eltern der Klassenstufe 8 weitergegeben.

 

7. Elternabende Klassenstufe 6, 8 und 9a,b

Die für Donnerstag, den 19. März 2020, geplanten thematischen Elternabende entfallen. Ein neuer Termin wird nach den Osterferien bekannt gegeben.

 

8. Vorprüfungen

Die Termine der Vorprüfungen werden verschoben und finden voraussichtlich 2 Wochen nach den Osterferien statt.

Für weitere Informationen wird auf die Seiten des Thüringer Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur sowie die Homepage der Staatlichen Regelschule Breitungen verwiesen.

 

9. Berufspraktikum Klassenstufe 8 entfällt!

 

Liste der dienstlichen E-Mails - Lehrerkollegium

  • Veröffentlicht: Sonntag, 15. März 2020 23:01

Kontaktdaten der Schule:

Staatliche Regelschule Breitungen

Schulstraße 1
98597 Breitungen
Tel: 036848/87123
Fax: 036848/81871
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Hinweise zu den Schulschließungen

  • Veröffentlicht: Freitag, 13. März 2020 09:41

  - Elternbrief als PDF anzeigen -

 

Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Eltern,

 

vorab möchte ich Ihnen versichern, dass wir dem Recht auf Bildung und der Verlässlichkeit der Kinderbetreuung einen hohen Stellenwert einräumen. Die Gesundheit der Kinder und der gesamten Bevölkerung erfordert es gleichwohl, dass in der Zeit vom

17. März 2020 bis zum 19. April 2020

in Thüringen alle Schulen wegen des sich ausbreitenden Corona-Virus SARS-CoV-2 und COVID-19 geschlossen werden.

Die Schulen werden am Montag, dem 16. März 2020, alle Schülerinnen und Schüler zum weiteren Vorgehen nach Schulschließung informieren.

Wir werden den Schülerinnen und Schülern ein Lernen zu Hause ermöglichen. Dazu wird das pädagogische Personal Aufgabenstellungen und Lernhinweise erarbeiten und den Schülerinnen und Schülern ggf. schon am Montag zur Verfügung stellen (beispielsweise Aufgaben über Homepage der Schulen, öffentlich zugänglicher Aushang an der Schule).

Die Schulen werden eine Notbetreuung für Kinder der Klassenstufen 1 bis 6 zu den üblichen Unterrichts- und Betreuungszeiten anbieten. Um das Ziel der Kontaktvermeidung so weitgehend wie irgend möglich umzusetzen, können nur Kinder betreut werden, bei den beide Erziehungsberechtigte oder der alleinige Erziehungsberechtigte in Bereichen der kritischen Infrastruktur tätig sind. Dafür bitte ich um Ihr Verständnis. Die Einzelheiten zu den kritischen Infrastrukturen, insbesondere entsprechende Fallgruppen teilen wir Ihnen in einem gesonderten Schreiben mit.

Wir werden sicherstellen, dass Abschluss- und Aufnahmeprüfungen rechtzeitig abgelegt werden können.

Die Internetseite des Ministeriums informiert Sie über alles Weitere:

Ihnen steht auch eine Hotline (0361 57 - 34 11 500) zur Verfügung.

 

Mit freundlichen Grüßen

Helmut Holter

 

Thüringer Ministerium


für Bildung, Jugend und Sport 

Werner-Seelenbinder-Str. 7

99096 Erfurt

www.tmbjs.de

 

Elterninformation zum Corona-Virus

  • Veröffentlicht: Donnerstag, 12. März 2020 10:52

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Sehr geehrte Eltern und Sorgeberechtigte,

das Thüringer Bildungsministerium möchte sich mit dieser Elterninformation an Sie wenden, um Ihnen allen einheitlich die nötigen Informationen zu geben, wie in den kommenden Tagen und Wochen an den Thüringer Schulen mit dem mit dem Thema Corona/COVID-19/SARS-CoV-2 umgegangen wird.

Das Auftreten des neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2), das die Krankheit COVID-19 auslösen kann, stellt das Thüringer Schulwesen aktuell vor immer neue Herausforderungen. Es gibt zudem bundesweit und in den Nachbarländern eine sehr dynamische Lage. Das Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (TMBJS) steht hierzu in engem Austausch mit dem Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie (TMASGFF), das für die Bekämpfung der Verbreitung des Coronavirus zuständig ist. Die Gesundheits- und Infektionsschutzmaßnahmen vor Ort liegen in der Zuständigkeit der kommunalen Gesundheitsämter, die unabhängig und verbindlich Entscheidungen treffen können.

Grundlage für unsere Maßnahmen an den Thüringer Schulen sind die wissenschaftlichen Empfehlungen, Risikobewertungen und Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) und die Bewertungen der Experten hier im Freistaat.

Ständig aktualisierte allgemeine Informationen und weiterführende Hinweise sowie Links finden Sie auf der Homepage des TMBJS unter: https://bildung.thueringen.de/ministerium/coronavirus

Das RKI geht derzeit noch nicht davon aus, dass das Coronavirus breit in der Bevölkerung zirkuliert. Aus diesem Grund soll nicht jede Person mit Atemwegssymptomen vorsorglich auf das Coronavirus getestet werden,

sondern nur akute Verdachtsfälle. Der Grund dafür ist, dass die Testung auf das Coronavirus SARS-CoV-2 aus Abstrichen der Nase oder des Rachens oder aus Sekret-Auswurf der Lunge erfolgt. Die angewendeten Testmethoden sind sehr empfindlich und können bereits kleinste Erregermengen erfassen. Aber eine Testung ist eben nur bei symptomatischen Personen, d.h. bei Personen mit grippalen Symptomen wie Husten, Schnupfen, Fieber oder Atemnot sinnvoll, denn nur bei diesen Personen findet sich das Virus in den Atemwegssekreten. Bei (noch) gesunden Personen ohne Krankheitssymptome können die Testergebnisse negativ ausfallen, obwohl bereits eine Infektion mit dem Virus vorliegt. Wenn die Testung zu früh durchgeführt wird, kann es sein, dass der Erreger noch gar nicht in den Atemwegsekreten zu finden ist. Daher schließt ein negatives Testergebnis bei Personen ohne Symptomen die Möglichkeit einer Infektion mit SARS-CoV-2 nicht aus. 

 

Maßnahmen an den Schulen 

An allen Thüringer Schulen gelten ab sofort folgende neue Maßnahmen:

Es wird zwischen nachweislich an COVID-19 Erkrankten (Punkt. I), Personen, mit direktem Kontakt zu an COVID-19 Erkrankten (Punkt. II), Reiserückkehrern (Punkt III.), Personen mit allgemeinen Erkältungssymptomen (Punkt IV.) und sonstige Personen (Punkt V.) unterschieden.

 

A. Wer soll in die Schule, und wer muss zu Hause bleiben?

I. Personen, die an COVID 19 erkrankt sind

An COVID-19 erkrankte Personen dürfen die Schule nicht betreten. Sie werden umgehend isoliert und im Krankenhaus behandelt. Sie unterliegen als Erkrankte der Zuständigkeit den Gesundheitsämtern.

Sind Schülerinnen, Schüler, Pädagoginnen und Pädagogen oder das technische Personal der Schule neu an COVID-19 erkrankt, sollten umgehend das Gesundheitsamt (falls noch nicht geschehen) und die Schulleitung informiert werden.

 

II. Personen, mit direktem Kontakt zu an COVID-19 Erkrankten

Personen, die (unabhängig von einer Reise) einen direkten Kontakt (mindestens 15 Minuten Gespräch mit Blickkontakt über kurze Distanz) zu einer Person hatten, bei der das Coronavirus im Labor nachgewiesen wurde,dürfen die Schule nicht betreten.

Sie müssen sich unverzüglich und unabhängig von Symptomen an ihr zuständiges Gesundheitsamt wenden. Das zuständige Gesundheitsamt beobachtet – je nach individuellem Infektionsrisiko – den Gesundheitszustand für die maximale Dauer der Inkubationszeit (14 Tage), wenn geboten auch in häuslicher Quarantäne.

Die angeordnete Quarantäne dient dem Infektionsschutz und ist strikt zu befolgen. Dies wird nicht als Verletzung der Schulpflicht gewertet.

 

III. Reiserückkehrer

Kehren aktuell Schülerinnen und Schüler von Reisen aus dem Ausland zurück, so ist zu unterscheiden, ob es sich bei dem Reiseziel um ein vom RKI ausgewiesenes Risikogebiet (Punkt 1) oder um sonstiges Ausland (Punkt 2) handelt.

Eine Übersicht über die jeweils aktuell ausgewiesenen Risikogebiete finden Sie auf der Homepage des RKI unter:

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete.html

 1. Ausgewiesenes Risikogebiet

Personen, die sich in einem vom RKI ausgewiesenen internationalen Risikogebiet aufgehalten haben, dürfen die Schule für insges. 14 Tage nach dem Aufenthalt in diesen Gebieten nicht betreten. Dies wird nicht als Verletzung der Schulpflicht gewertet.

Treten innerhalb dieser 14 Tage akute Atemwegssymptome auf, sollten sie die Husten- und Niesregeln sowie eine gute Händehygiene beachten und, nach telefonischer Voranmeldung mit Hinweis auf die Reise, einen Arzt aufsuchen. Das weitere Vorgehen wird dieser ggf. mit dem Gesundheitsamt abstimmen.

Sofern keine Symptome aufgetreten sind, darf die Person nach 14 Tagen in der Schule wieder beschult bzw. dort tätig werden.

2. Sonstiges Ausland

Schülerinnen und Schüler, die von sonstigen Auslandsreisen zurückkehren,

sollen die Schule nach wie vor besuchen.

 

IV. Personen mit allgemeinen Erkältungssymptomen

Personen, die an allgemeinen Erkältungssymptomen leiden (Schnupfen, Husten etc.), dürfen die Schule nicht betreten, solange die Symptomatik anhält. Dies wird nicht als Verletzung der Schulpflicht gewertet.

 

V. Sonstige Personen

Für alle sonstigen Schülerinnen und Schüler gilt die Schulpflicht. 

 

B. Schulschließung

Grundsätzlich haben Schulleitungen im Einzelfall die Befugnis, Schülerinnen und Schüler vom Unterricht auszuschließen, wenn von ihnen eine Gesundheitsgefahr ausgeht.

Die vollständige oder teilweise Schließung einer Schule im Zusammenhang mit der Bekämpfung des Corona-Virus wird, wenn es die Sachlage vor Ort erfordert, von dem zuständigen Gesundheitsamt verfügt. Im Notfall können auch die Schulleitungen die Schließung ihrer Schule veranlassen. Davon betroffene Schülerinnen und Schüler verletzen die Schulpflicht nicht.

Sollten solche Maßnahmen erfolgen, werden die Eltern umgehend über die zur Verfügung stehenden Kanäle informiert.

 

C. Klassenfahrten,Schulausflügeund-veranstaltungen

Für Klassenfahrten, Schulausflüge und -veranstaltungen gelten bis auf Weiteres folgende Regeln:

I. Bereits angetretene Klassenfahrten, Studienfahrten oder Schüleraustausche ins Ausland

Aktuell stattfindende Klassenfahrten im Ausland, werden abgebrochen und die Heimreise so schnell wie möglich angetreten. Damit soll sichergestellt werden, dass die Schülerinnen und Schüler nebst Personal ungehindert nach Deutschland zurückkehren können und nicht von plötzlichen Quarantänemaßnahmen im Ausland betroffen werden. Es ist aktuell nicht abzusehen, wie andere Länder auf die Ausbreitung des Coronavirus kurzfristig (Quarantäne, Grenzschließungen u.ä.) reagieren.

Bereits genehmigte Klassenfahrten, Studienfahrten oder Schüleraustausche ins Ausland dürfen für das laufende Schulhalbjahr nicht angetreten werden. Die Fahrten sind durch die Schulleitung abzusagen. Dies erfolgt vor allem vor dem Hintergrund der Vermeidung von zweiwöchigen Zwangsquarantänen im Reiseland und zudem der Sicherstellung einer ungehinderten Rückkehr der Schülerinnen und Schüler nebst Personal nach Deutschland.

Noch nicht genehmigte Klassenfahrten, Studienfahrten oder Schüleraustausche ins Ausland für das laufende Schulhalbjahr werden ggf. nicht mehr genehmigt.

Entscheidungen hinsichtlich geplanter Klassenfahrten, Studienfahrten oder Schüleraustausche ins Ausland für das kommende Schuljahr ergehen zu gegebener Zeit.

 

II. Schulveranstaltungen im Inland

Über die Durchführung oder Absage von Schulveranstaltungen im Inland (Klassenfahrten, Schulausflüge, Aufführungen, Sportwettkämpfe u.ä.) entscheidet die Schulleitung im Einzelfall.

Es gilt dabei das Gebot der Kontaktreduzierung. Das bedeutet, dass Veranstaltungen im Kreis der Schülerinnen und Schüler stattfinden können, z.B. ein Wandertag in den Wald oder eine Klassenreise per Bus an die Ostsee. Alle Veranstaltungen, die zusätzliche Kontakte in spürbarem Umfang (d.h. über die alltäglichen Kontakte der Schülerinnen und Schüler hinaus) mit sich bringen, sollen aber abgesagt werden. Das betrifft etwa Klassenfahrten per Bahn, Theateraufführungen in der Schule, Sportwettkämpfe mit auswärtigen Teilnehmenden, Tagesausflüge zu Gedenkstätten. Schulische Veranstaltungen, die Schülerinnen und Schülern mit besonders gefährdeten Personen in Kontakt bringen (z.B. Besuch von Altenheimen), sind abzusagen.

Im Zweifel sind Schulveranstaltungen im Inland abzusagen.

 

III. Kostenerstattung Klassenfahrten, Studienfahrten oder Schüleraustausche ins Ausland

Werden Klassenfahrten oder andere schulische Veranstaltungen aus vorgenanntem Grund abgesagt, sind zunächst mögliche Ansprüche gegenüber Reiserücktrittsversicherungen usw. geltend zu machen.

Soweit gleichwohl Kosten unvermeidlich bei den Eltern verbleiben, stimmt sich die Landesregierung derzeit dazu ab, inwieweit eine Erstattung durch das Land erfolgen soll. Informationen werden Ihnen zur Verfügung gestellt, sobald eine Entscheidung getroffen ist.

 

D. Umgang mit Prüfungen

Sollten längere Schulschließungen in der Zukunft nötig werden und sollte sich die schulische Vorbereitung auf zentrale Abschlussprüfungen dadurch erheblich verkürzen, werden die Schulen zusätzliches Lernmaterial zur

Verfügung stellen. Eventuelle Nachprüfungen werden derzeit vorbereitet. Es wird auch ausreichende Gelegenheit geben, Leistungsnachweise nachträglich zu erbringen bzw. nachzuholen.

Insgesamt möchte ich Ihnen versichern, dass das Thüringer Bildungsministerium sämtliche Entscheidungen im Zusammenhang mit der Corona-Krise verantwortungsvoll und in enger Absprache mit den Gesundheitsbehörden trifft. Ziel hier in Thüringen ist es, die Schulen so lange wie möglich offen zu halten, um die Auswirkungen von Schulschließungen auf das öffentliche Leben zu minimieren. Gleichwohl wird sich die Situation absehbar in den kommenden Tagen und Wochen ständig verändern, so dass auch neue Maßnahmen notwendig werden könnten.

 

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Julia Heesen

 

Thüringer Ministerium

für Bildung, Jugend und Sport 
Werner-Seelenbinder-Str. 7

99096 Erfurt

www.tmbjs.de

 

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